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Kaninchenzucht in den Sommermonaten Man möge bedenken, dass die günstigste Temperatur für unsere Kaninchen bei etwa 15 - 20 Grad C liegen. Wenn sich die Temperaturen aber der 30 Grad Marke nähern und sich dazu die Schwüle noch einstellt, kann es für die Tiere gefährlich werden. Das Tränken der Kaninchen ist jetzt sehr wichtig. Die Tiere müssen trotz Grünfutter immer mit frischem Wasser versorgt werden. Das Tier kommt so besser mit der Großen Hitze klar. Auch müssen wehrend dieser Zeit Stress und Unruhe am Stall vermieden werden. Das Trinkverhalten ist von Kaninchen zu Kaninchen unterschiedlich. Einige Tiere brauchen mehr und andere brauchen weniger zu Trinken. Durch öfters reinigen der Buchten in der heißen Sommerperiode, kann man die hohe Luftfeuchtigkeit um ein vielfaches minder und somit ein etwas erträgliches Klima für die Kaninchen schaffen. Zusätzlich, falls die Sonne direkt in die Buchten scheint, kann durch das Aufstellen von Reedmatten oder ähnlichem Ersatz Schatten gespendet werden. Auf keinen Fall darf die Matte oder was auch immer direkt vor der Bucht angebracht werden. Ein Abstand von ca. 50 - 100 cm sollten schon sein. Die Kaninchen danken es mit ihrem Wohlbefinden. Kaninchenzucht im Winter Ist für den Kaninchenzüchter eine harte Zeit, er bekommt kein richtiges Saftfutter draußen mehr und alles ist doch schwieriger. Das Tränken der Tiere in dieser Zeit bringt einige Probleme mit sich, die Trinkgefäße frieren ein und man muss sie auftauen. Wir selber haben so viel Trinkgefäße für die Tiere, dass eine Garnitur im Winter immer im Bad steht. Das Misten im Winter ist bei Außenanlagen extrem schlecht, aber die arbeit muss getan werden. Die Tiere sollten bei eisigen Temperaturen energiereich gefüttert werden. Wie im Sommer muss jetzt im Winter vor den Buchten ein Schutz angebracht werden, aber nicht direkt an den Buchten. Der Schutz dient im Winter das Abhalten von Schneeflocken und eisigen Winden. Der Züchter bzw. Halter hat für diese Jahreszeit auch für ein angemessenes Saftfutter in Form von Möhren oder Rüben zu sorgen. Dieses reicht man am besten in der Mittagszeit, denn gefrorenes Saftfutter kann bei den Kaninchen einige unerwünschte Probleme hervor rufen. Wer in der kalten Jahreszeit Jungtiere erwartet, ist in Außenanlagen gut mit einem Nistkasten beraten. Wichtig die Einstreu Hier ist die bekannteste das Stroh. Haferstroh ist nur bedingt einsetzbar, da es stark färbt, darf man es für weiße Tiere nicht benutzen. Weizen -, Gersten - oder Roggenstroh hingegen eignen sich sehr gut als Einstreu. Unter Umständen kann man auch Laub als Einstreu benutzen. Nur Stroh alleine kann die Urinflüssigkeit der Kaninchen nicht richtig aufnehmen, also muss ein gut aufsaugendes Material unter die Einstreu eingebracht werden. Hier gibt es wieder verschiedene Möglichkeiten: Torfmull ( bei weißen Tieren nicht zu empfehlen ), Hobelspäne ( nicht von imprägniertem Holz ), Flaxx ( Leinstroh ) erhältlich bei den Raiffeisen - Betrieben und nicht zu vergessen gehäckseltes Stroh. Leinstroh ( Flaxx ) ist schwer brennbar, wird von den Kaninchen nicht gefressen, saugt sehr stark auf und ist sehr gut kompostierbar ( Umweltfreundlich ). Stallgerüche und Fliegen sind von den Kaninchen fernzuhalten. Immer für frische Luft im Stall sorgen. All dieses ist mit abhängig von der verwendeten Einstreu. Ein guter Geruchsbinder ist Stallphos, er ist sehr ergiebig und auch nicht teuer. Auch dieses Produkt ist im Landhandel zu bekommen. Lagerung von Futtervorräten Für die Lagerung von Kraftfutter ( Pellets, Pressfutter) sollte man eine Kiste oder Tonne benutzen. Diese Behälter schützen vor Ungeziefer ( Mäuse usw. ). Es gibt nichts schlimmeres, als wenn das Futter für die Kaninchen verschmutz ist. Oftmals sind eine Krankheit die Folge. Jeder weis ja, oder sollte es wissen, das Mäuse und Ähnliches Getier Krankheitserreger ( Vieren ) übertragen oder können. Das Heu muss trocken und luftig aufbewahrt werden, da es sonst leicht muffig richt. Ungeeignet sind Keller oder luftdichte Räume. Auch sollte das Heu vor übermäßigem Staub geschützt werden. Dieses gilt auch für die Einstreu (Stroh). Muffiges -, staubiges - oder sogar schimmeliges Heu bzw. Stroh, können ungeahnte Schäden bei den Kaninchen anrichten. Wer Winterfrüchte für die Tiere einbunkern möchte, muss ein frostfreies Lager haben. Es darf nicht zu warm oder zu feucht sein, beides ist Gift für die Früchte. Bei genannten zwei Punkten, würden die Früchte sonst ganz schnell keimen, ja sogar verfaulen. Selbstverständlich müssen die eingelagerten Früchte auch vor Schadnagern geschützt werden. "Vorbeugen ist besser als Heilen". Der Nestkasten Der Nistkasten ist für den Winter gut geeignet, da die Neugeborenen nicht so leicht verfrieren. Mit Ausnahme einiger Häsinnen wird der Nestkasten gerne angenommen. Bei
der Herstellung eines solchen muss auf einige Dinge Acht gegeben werden,
der Kasten muss der Rasse angepasst sein siehe Tabelle Der Boden des Nestkasten, wenn man dann einen hinein baut, muss unbedingt Feuchtigkeit durch lassen können. Es empfiehlt sich ein Maschendraht ( 1,6 mal 1,6 cm oder das Gleiche aus Kunststoff. Das Material zum Bau von einem Nestkasten sollte Feuchtigkeit aufnähmen können, denn auch hier entsteht sonst Schwitzwasser was wiederum für die Jungtiere schädlich ist. Auf keinen Fall beschichtetes Material benutzen. Eine Möglichkeit sind die im Fachhandel erhältlichen Spanplatten V100 oder E10. Auch sind gehobelte Bretter von Nutzen. Richtwert der WRSA
Es ist uns allen bekannt, dass unsere Kaninchen während des Transportes in den seltensten Fällen trinken oder Fressen. Um aber dem Tierschutzgedanken gerecht zu werden, ist dafür Sorge zu tragen, dass Futter - und Tränkemöglichkeiten im Transport vorhanden sind.
Außerdem
ist unbedingt darauf zu achten, dass artgerechte Transportkisten benutzt
werden. siehe Auszug Unabhängig davon besteht weiterhin die Regelung, dass nicht abgesetzte Jungtiere nur mit der Häsin befördert werden dürfen. Mit der Einhaltung der Mindestmaße ist es allerdings noch nicht getan. So ist es verboten, kranke oder verletzte Kaninchen zu befördern. Dies gilt natürlich nicht für einen Transport der Tiere zur tierärztlichen Behandlung oder wenn der Transport aufgrund einer tierärztlichen Anweisung zu diagnostischen Zwecke erfolgt. Während des Transportes muss sichergestellt werden, dass alle Tiere in ihrer natürlichen aufrechten Haltung befördert werden können. Wird während des Transportes ein Tier krank oder verletzt sich, so hat der Beförderer unverzüglich eine Notbehandlung durchzuführen oder zu veranlassen. Soweit es notwendig ist, müssen die Tiere sogar unter Vermeidung von Schmerzen oder Leiden getötet werden. Auszug aus der Tierschutztransportverordnung von 01. März 1997
Im §2 des deutschen Tierschutzgesetzes wird gefordert: Wer ein Tier hält, betreut oder zu betreuen hat 1. muss das Tier seiner Art und seinen Bedürfnissen entsprechend angemessen ernähren, pflegen und verhaltensgerecht unterbringen. 2. darf die Möglichkeit des Tieres zu artgemäßer Bewegung nicht so einschränken, dass ihm Schmerzen oder vermeidbare Leiden oder Schäden zugefügt werden. Richtwerte des ZDK für Mindestgrößen von Kaninchenkäfigen
Käfigmaße ( Fläche, Höhe ) bei deutschen Rassekaninchenzüchtern - aufgestellt nach Rassengröße
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