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Roter Fingerhut

Gefährlichkeitsgrad
Sehr stark giftig
Hauptwirkstoffe

Primärglycoside: herzaktive Glycoside (Purpureaglycosid A, B u.a.); Sekundärglycoside (durch Glucose-Abspaltung): Gitoxin, Digitoxin; durch weitere Zuckerabspaltung Aglycone (Genuine), Digitoxigenin, Gitoxigenin; Steroidsaponine: Digitonin, Gitonin u.a.; Gerbstoffe, Flavonderivate und andere Stoffe. Trocknen, Lagern oder Kochen inaktiviert die Toxine nicht.

Wolfsmilchgewächse
Gefährlichkeitsgrad
Stark giftig ++
Hauptwirkstoffe

Triterpensaponine und Diterpenester (Ingenole und Phorbolester), Euphorbon, weitere unbekannte Wirkstoffe. Giftstoffe werden durch Lagerung und Trocknung nicht verändert.

Eiben
Gefährlichkeitsgrad
Stark giftig
Hauptwirkstoffe

Alkaloidgemisch Taxin (Taxin A, B, C u.a.), geringe Mengen an cyanogenem Glycosid (10-40 mg/kg) Taxicatin, Millosin, Ameisensäure. Alkaloidgehalte: 0.6-2%; Samenmantel ungiftig. Trocknen oder Kochen hat keinen Einfluss auf die Alkaloidkonzentration. Höchster Gehalt im Januar, niedrigster im Mai.

Nachtschatten bittersüß
Gefährlichkeitsgrad
Stark giftig, reife Beeren ungiftig bis schwach giftig
Hauptwirkstoffe

Alkaloidgemisch mit Solanidin, Soladulcin, Solamarin, Soladulcamaridin, Soladulcidin, Solamargin, Solasodin, Tomatidin u.v.a.; Gesamtalkaloidgehalt 0,1 bis 0,5%.

Nachtschatten schwarz
Gefährlichkeitsgrad
Stark giftig
Hauptwirkstoffe

Alkaloidgemisch mit den Hauptkomponenten Solanin, Solasodin, Solamargin, Solanigrin u.a., höchster Gehalt im Samen. Durch Silierung wird die Toxizität vermindert. Nitratgehalte von bis zu 2,5%.

Wilder Mohn
Gefährlichkeitsgrad
Giftig +
Hauptwirkstoffe

Hauptalkaloid: Rhoeadin (dem Opium nahestehend, Giftwirkung umstritten), cyanogene Glycoside, weiterer unbekannter giftiger Wirkstoff wird vermutet, da Konzentration der bekannten Toxine gering. Hauptgehalt während Blütezeit und Samenbildung, auch im Dürrfutter toxisch.

 

Gefleckter Schierling
Gefährlichkeitsgrad 
Sehr stark giftig
Hauptwirkstoffe

2 Hauptalkaloide: Coniin (v.a. in reifen Pflanzen und Samen), gamma-Conicein (v.a. während des frühen Wachstums), 3 Nebenalkaloide: Conhydrin, Pseudoconhydrin, Methylconiin.
Gesamtalkaloidgehalt der Pflanze kurz vor der Reife ca. 2%, besonders hohe Konzentrationen in den Früchten (bis 3,5%). Durch das Trocknen verliert die Pflanze an Toxizität.

Hundspetersilie

Gefährlichkeitsgrad
Sehr stark giftig
Hauptwirkstoffe

Wegen des unangenehmen Geruchs von Tieren selten gefressen.

Polyingemisch mit Aethusin, weiterhin Aethusanol A, Aethusanol B vom Polyacetylentyp; Coniin in geringer Konzentration. Getrocknete Pflanze ungiftig.

Kartoffeln

Gefährlichkeitsgrad
Stark giftig
Hauptwirkstoffe

Solanin, Chaconin (steroidale Glycoalkaloide) und Solanidin (Aglycon), Cholin, Acetylcholin; Toxine, die durch Pilz- und Bakterienbefall entstehen können; Risbitin in kranken Kartoffeln. Durch Lichtexposition, falsche Lagerung und Beschädigung Anregung der Solanidin-Glycosid-Synthese.
Solanin in Beeren, Keimen und Keimlingen der Knollen (belichtete Keimlinge enthalten bis zu 5% Solanin), grünen Kartoffeln und allen oberirdischen Teilen. Unreife Beeren: 1% Solanin; Blüten und Kraut: 0.5% Solanin; verschimmelte Knollen: bis 5% Solanin. Hauptwirkstoffgehalt der Kartoffel bis 1,5 mm unter der Haut.

Scharfer- u. knolliger Hahnenfuß
Gefährlichkeitsgrad
Schwach giftig (+) bis giftig
Hauptwirkstoffe

Anemonin, Protoanemonin (entsteht aus Ranunculin bei Schädigung der Pflanze). Im Dürrfutter nicht mehr toxisch.

Adonisröschen
Gefährlichkeitsgrad
Stark giftig
Hauptwirkstoffe

Herzwirksame Steroidglycoside (Adonitoxin, Cymarin u.a. vom Cardenolid-Typ), Gehalt 0,25-1%  

Zuckerrübe
Gefährlichkeitsgrad
Giftig
Hauptwirkstoffe

Oxalsäure, Oxalate, unter Umständen viel Nitrat in den Blättern. Hoher Zuckergehalt der Rübe (16% in der Zucker-Rübe, 10% in der Futter-Rübe). 

Quelle: Infoblatt "Ovator"

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